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Die Freimaurer – Eine Einführung – Teil 3

 6. Brief Noch ein Wort über die Symbole der Freimaurer

Der Freimaurer kennt als solcher keine Dogmen oder Glaubensartikel. Seine ethischen und religiösen Erkenntnisse drückt er in Symbolen, also sinnbildlich aus. Die dem Baugewerbe und der Natur entnommenen Symbole sollen den freimaurerischen Gedanken und seine allmähliche Entfaltung zum Ausdruck bringen.

Sie sind das Mittel, die grundlegenden Begriffe zu einer sittlichen Lebensgestaltung im Wechsel der Zeiten und bei der Verschiedenheit der Sprachen in den Logen, egal, wo beheimatet, vor einer Umgestaltung oder Umbiegung zu bewahren. Durch die drei Grade des Lehrlings, Gesellen und Meisters lässt sich der Ablauf allgemein menschlicher Entwicklung vom Naturwesen zum human denkenden und handelnden Menschen besonders gut darstellen.

Br. Stukenberg stellt fest: „Das Bild der Entwicklung vom Rohmaterial des unbehauenen Steins zum Kunstmaterial des geformten Bausteins ist geeignet, im architektonischen Gebilde des Menschheitsbaues seinen Platz sinngemäß auszufüllen. – Symbolhaft ist den Freimaurern der doppelseitige Hammer, der Winkelhaken, der Zirkel. Darum siehst Du sie auf den Denkmälern und als Schmuck an den Logenhäusern.

Andere Symbole sind das Kreuz und das Dreieck in bestimmter Form; sie alle, von Alters her überkommen, sucht die Freimaurerei je nach Lehrart zu deuten, überlässt es aber jedem Logenmitgliede, von sich aus die ihm richtig erscheinende und für seine eigene Lebensbahn wichtige Deutung zu finden. Nicht die Lehre, sondern die Symbole machen das Wesen der Freimaurerei aus.“ Und: „Viele freimaurerische Lebensweisheiten verkündet die Freimaurerei in inhaltvollen, tiefen Gleichnissen und Allegorien. Wer sich in sie versenkt – er erhält dazu eine Anleitung -, dem ist es oft, als ob sich jeweils ein neues Licht der Lebenserkenntnis für ihn und in ihm auftäte. Doch dies muss und will erlebt sein und bleibt sein Geheimnis, sein persönlichstes Erlebnis, das nicht gelehrt werden kann.“

Wird fortgesetzt mit dem 7. Brief über
Freimaurerei und Religion