Archiv der Kategorie: Freimaurerei

Der Arbeitsplan der JL ZUM GOLDENEN HIRSCH Oldenburg

Für alle Brüder der umliegenden Logen in Norddeutschland, aber auch für alle interessierten Freimaurerbrüder, die derzeit in der Nähe sind wegen Urlaub oder beruflicher Umstände, wird  hier der Arbeitsplan unserer JL ZUM GOLDENEN HIRSCH gezeigt.

Januar
Fr. 01.01. 11.30 Begrüßung der Brüder im neuen Jahr
Fr. 08.01. 20.15 Arbeit in I
Di. 12.01. 20.00 Offener Gesprächskreis mit Gästen
Mi. 13.01. 20.00 Andreasloge SURSUM CORDA – IV/V
Fr. 15.01. 19.15 Unterricht in I und IX, 20.15 Gesprächsabend
Di. 19.01. 19.30 Wahl des Provinzialmeisters in Delmenhorst
Mi. 20.01. 19.30 AL SURSUM CORDA, Unterweisung
Fr. 22.01. 20.15 Arbeit in III
Mo. 25.01. 19.00 Gemeinsames Essen mit den Druiden
Do. 28.01. 19.30 Kapitel LUX AETERNA – Arbeit in VIII
Fr. 29.01. 19.15 freimaurerisches Singen, 20.15 Vortrag

Februar
Di. 02.02. 19.30 Beamtenrat
Fr. 05.02. 20.15 Arbeit in I
Di. 09.02. 20.00 Offener Gesprächskreis mit Gästen
Fr. 12.02. 19.15 Unterricht in III, 20.15 Gesprächsabend mit Stichwort
Mi. 17.02. 20.00 Andreasloge SURSUM CORDA – IV/V
Fr. 19.02. 20.15 Gesprächsabend / Kapitelseminar
Sa. 20.02. Kapitelseminar
Mi. 24.02. 19.30 AL SURSUM CORDA, Unterweisung
Do. 25.02. 19.30 Kapitel LUX AETERNA – Arbeit in VIII
Fr. 26.02. 19.15 freimaurerisches Singen, 20.15 Ökonomische Loge

März
Fr. 04.03. 20.15 Arbeit in I
Di. 08.03. 20.00 Offener Gesprächskreis mit Gästen
Fr. 11.03. 19.15 Unterricht in I und Kapitelunterricht
20.15 Gesprächsabend mit Stichwort
Mi. 16.03. 19.45 Andreasloge SURSUM CORDA Mitgliederversammlung
Fr. 18.03. 20.15 Vortrag
Wegen Umbauarbeiten im Frühjahr können sich Termine ändern.

April
Fr. 01.04. 20.15 Arbeit in I
Di. 05.04. 19.30 Beamtenrat
Fr. 08.04. 19.15 Unterricht in III, 20.15 Gesprächsabend mit Stichwort
Di. 12.04. 20.00 Offener Gesprächskreis mit Gästen
Fr. 15.04. 20.15 Großer Gästeabend
Fr. 22.04. 20.15 Gesprächsabend
Fr. 22.04. und Seminar der Andreaslogen
Sa. 23.04. in Stenum
Fr. 29.04. 19.15 freimaurerisches Singen
20.15 Gesprächsabend
Sa. 30.04. 11.00 Kapitel LUX AETERNA Großes Ordensfest

Mai
Fr. 06.05. 20.15 Gesprächsabend
Di. 10.05. 20.00 Offener Gesprächskreis mit Gästen
Fr. 13.05. 20.15 Gesprächsabend
Mi. 18.05. 20.00 Andreasloge SURSUM CORDA – VI
Fr. 20.05. 16.30 Johannisseminar in II
Mi. 25.05. 19.30 AL SURSUM CORDA, Unterweisung
Fr. 27.05. 20.15 Arbeit in III
Sa. 28.05. 11.00 Kapitel LUX AETERNA – IX

Juni
Fr. 03.06. 20.15 freimaurerisches Singen
So. 05.06. Logenausflug in Oldenburg
Fr. 10.06. 19.15 Unterricht in I,  20.15 Vortrag
Di. 14.06. 20.00 Offener Gesprächskreis mit Gästen
Fr. 17.06. 19.30 Beamtenrat, 20.15 Gesprächsabend
Sa. 18.06. 11.00 Provinzial-Johannisfest
Fr. 24.06. 20.15 Gesprächsabend
So. 26.06. 11.00 Johannisfest unserer Loge
Die erste Arbeit I nach der Sommerpause ist am 2. Sept. um 20.15 h.

Die Freimaurer – Eine Einführung – Teil 3

 6. Brief Noch ein Wort über die Symbole der Freimaurer

Der Freimaurer kennt als solcher keine Dogmen oder Glaubensartikel. Seine ethischen und religiösen Erkenntnisse drückt er in Symbolen, also sinnbildlich aus. Die dem Baugewerbe und der Natur entnommenen Symbole sollen den freimaurerischen Gedanken und seine allmähliche Entfaltung zum Ausdruck bringen.

Sie sind das Mittel, die grundlegenden Begriffe zu einer sittlichen Lebensgestaltung im Wechsel der Zeiten und bei der Verschiedenheit der Sprachen in den Logen, egal, wo beheimatet, vor einer Umgestaltung oder Umbiegung zu bewahren. Durch die drei Grade des Lehrlings, Gesellen und Meisters lässt sich der Ablauf allgemein menschlicher Entwicklung vom Naturwesen zum human denkenden und handelnden Menschen besonders gut darstellen.

Br. Stukenberg stellt fest: „Das Bild der Entwicklung vom Rohmaterial des unbehauenen Steins zum Kunstmaterial des geformten Bausteins ist geeignet, im architektonischen Gebilde des Menschheitsbaues seinen Platz sinngemäß auszufüllen. – Symbolhaft ist den Freimaurern der doppelseitige Hammer, der Winkelhaken, der Zirkel. Darum siehst Du sie auf den Denkmälern und als Schmuck an den Logenhäusern.

Andere Symbole sind das Kreuz und das Dreieck in bestimmter Form; sie alle, von Alters her überkommen, sucht die Freimaurerei je nach Lehrart zu deuten, überlässt es aber jedem Logenmitgliede, von sich aus die ihm richtig erscheinende und für seine eigene Lebensbahn wichtige Deutung zu finden. Nicht die Lehre, sondern die Symbole machen das Wesen der Freimaurerei aus.“ Und: „Viele freimaurerische Lebensweisheiten verkündet die Freimaurerei in inhaltvollen, tiefen Gleichnissen und Allegorien. Wer sich in sie versenkt – er erhält dazu eine Anleitung -, dem ist es oft, als ob sich jeweils ein neues Licht der Lebenserkenntnis für ihn und in ihm auftäte. Doch dies muss und will erlebt sein und bleibt sein Geheimnis, sein persönlichstes Erlebnis, das nicht gelehrt werden kann.“

Wird fortgesetzt mit dem 7. Brief über
Freimaurerei und Religion

Die Freimaurer – Eine Einführung – Teil 2

3. Brief Ausbreitung und weitere Entwicklung der Freimaurerei

Br. Stukenberg weist in seinem 3. Brief darauf hin, dass die englische Großloge großzügig in allen Ländern die Bildung von Tochterlogen gestattete.

Sowohl in England als auch auf dem Kontinent bestand insbesondere unter den gebildeten Bevölkerungsschichten ein ausgeprägtes Bedürfnis, „den unerträglichen kirchlichen und politischen Streitigkeiten zu entfliehen und eine Stätte zu finden, wo man der Wahrheit, der Menschlichkeit, der Toleranz und der Brüderlichkeit in Ehrfurcht vor dem Höchsten dienen durfte“. Dies führte zu Logenbildungen zunächst in Großbritannien und Irland, dann aber 1731 in Russland, 1732 in Frankreich, ab 1738 in unterschiedlichen deutschen Ländern. Die erste deutsche Loge war die Loge „Absalom“ in Hamburg.

Die Tatsache, dass mehrere deutsche Landesfürsten und daneben ein großer Teil des Adels Freimaurer wurden, beschleunigte die Ausbreitung der Freimaurerei in Europa.

Ein wichtiger Förderer der Freimaurerei war der Hohenzoller Friedrich II. von Preußen, genannt „Der Große“. Selbst seit 1738 Freimaurer, gründete er die „Große Nationalmutterloge Zu Den Drei Weltkugeln“ und billigte die Entstehung der „Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland“ sowie der „Großloge Royal York Zur Freundschaft“.

Weitere Logenzusammenschlüsse führten zu weiteren Großlogen, die alle darauf achteten, die Anerkennung der englischen Mutterloge zu haben oder mit ihr in brüderlicher Verbindung zu stehen. Voraussetzung hierfür war immer das Festhalten an dem geltenden Grundgesetz für die Freimaurer. Gleichwohl erhielt die Freimaurerei in jedem Land abhängig von politischen und nationalen Charakteristika eigene Prägungen.

Beispielhaft sei die Situation in Frankreich genannt: hier gab es Reste von religiösen Gemeinschaften, die von der römischen Kirche in harten Verfolgungen vernichtet worden waren, weil sie für deren Dogmatismus gefährlich geworden sind. Genannt seien in diesem Zusammenhang die Katharer. Aber auch die Templer können angeführt werden, die als Orden der Bevölkerung im Gedächtnis geblieben sind. Sie waren der Habgier des französischen Königs und der Treulosigkeit des damaligen Papstes zum Opfer gefallen. Ihr letzter Ordensmeister musste 1314 den Tod auf dem Scheiterhaufen erleiden.

Br. Stukenberg dazu: „Es war das gewissensstarke Verhalten dieses letzten Ordensmeisters, Jakob de Molay, das dem frm. Ideal in besonderer Weise entsprach. Hinzu kam, dass um diese Zeit die Ritterromantik neu belebt wurde und wunderliche Blüten trieb, aber von dem Einfluss auf die Logen ist nur eines geblieben, nämlich die stärkere Betonung des christlichen Gedankens in einigen Großlogen und die Verehrung Jakob de Molays als eines Beispiels der Standhaftigkeit und der sauberen Gesinnung.“

Br. Stukenberg weist darauf hin, dass zwei Richtungen der Freimaurerei existieren, die – nach seiner Auffassung nicht ganz zutreffend – als humanitär einerseits und christlich andererseits bezeichnet werden: „Während die eine sich in religiösen und konfessionellen Dingen einer strikt neutralen Haltung befleißigt, übt die andere zwar auch volle Toleranz gegenüber den Konfessionen, erblickt aber in der Lehre des Meisters von Nazareth das maßgebende Beispiel eines aus religiöser Quelle gespeisten Humanismus. Daher gilt den Logen dieser Richtung eine positive Einstellung zum Christentum schlechthin als Voraussetzung zum Eintritt in die Gemeinschaft. Es ist die frühere altpreußische Loge, die „Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland„, heute zu den „Vereinigten Großlogen von Deutschland“ gehörend, die an diesem Grundsatz festhält.“

Trotz vielfältiger Richtungen und Meinungen innerhalb der Freimaurerei fokussiert sich das frm. Streben doch immer auf die Menschlichkeit. Dieses haben alle Logen auf der Welt gemeinsam.

In Deutschland wurden immer wieder Anstrengungen unternommen, alle Logen unter einem Dach zu vereinen.

Nachdem nach dem Ersten Weltkrieg die Freimaurer in das Für und Wider politischer Kämpfe gerieten und dann nach der Machtübernahme schließlich 1935 von der nationalsozialistischen Regierung verboten wurden, ermöglichten die westlichen Besatzungsmächte 1945 zuerst zögernd, dann aber ganz offen die Wiedereröffnung der Logen. Im Jahre 1958 schließlich vereinte sich die Freimaurerei in Deutschland zu einem Bund:

Vereinigte Großlogen von Deutschland – Bruderschaft der Deutschen Freimaurer

4. Brief Systeme und Lehrarten

Aus dem Überblick über die Geschichte der Freimaurerei wird deutlich, dass sich verschieden Lehrarten bzw. Systeme in den unterschiedlichen Ländern entwickelt haben. Das hindert die Freimaurer aber nicht daran, über Ihre Logen engste Beziehungen untereinander zu pflegen.

Br. Stukenberg erwähnt dazu: „In allen Lehrarten aber bleiben die alten Symbole und Riten und mit ihnen der Idealgehalt des Freimaurertums unangetastet. Darum sprechen wir auch mit Fug und Recht von einer ‚Bruderkette’, die sich über alle Länder erstreckt, in denen das frm. Licht leuchtet. Selbstverständlich ist auch die Freimaurerei in ihren Erscheinungsformen den Gesetzen der Entwicklung unterworfen. Aber in der verschiedenen Art, wie sie in den Lehrweisen dargeboten wird, offenbart sie lebendige Kräfte, die nach Ausdruck ringen. Das sollten wir Deutschen, die wir in besonderem Maße individualistischem Denken geneigt sind, wohl verstehen.“

Die Freimaurerei als eine Kunst innerer und äußerer harmonischer Lebensgestaltung wendet sich an das ‚Ich’ im Menschen, sie ist ein Suchen nach der Mitte des eigenen Wesens. Br. Stukenberg dazu: „Doch geschieht dies in der Freimaurerei nie in moralisierender oder gar frömmelnder Weise, sondern stets in einem vorsichtigen Hinführen zum Sinn der Symbole, die bei stillem Nachdenken eine so ergreifende Fülle von Lebensweisheit und Trost in sich bergen, dass sie auch der ernsteste Bruder nach langer Übung der frm. Lebenskunst, die wir gern die „Königliche Kunst“ nennen, nicht ausschöpfen kann. Es ist daher kein Wunder, daß die Deutung der Symbole je nach Art der Persönlichkeit verschieden ausfällt.“

Br. Stukenberg betont, dass Lehrarten als Deutungen der frm. Symbole als Wegweiser zu ihrem Verständnis und ihrer Anwendung zu verstehen sind. Lehrarten machen die internen Erscheinungen der Freimaurerei aus, die jedoch als Ganzes gesehen und gewertet werden sollen.

Br. Stukenberg: „Ihr vornehmster Leitgedanke ist die Brüderlichkeit, die von Bruder zu Bruder und von Loge zu Loge geübt wird“

5. Brief Hochgrade?

Insbesondere, wenn von Gegnern der Freimaurerei negative Aussagen über ein Mitglied einer Loge hervorgehoben werden sollen, wird von ihm als einem „Hochgradfreimaurer“ gesprochen. Dies ist dazu gedacht, auf besondere Gefährlichkeit hinzuweisen. Was hat es auf sich mit diesen sogenannten Hochgraden?

Alle Organisationsformen der Freimaurerei haben von der „Großloge von England“ die drei Schritte vom Lehrling über den Gesellen zum Meister übernommen. Diese Schritte wurden fälschlicherweise als Grade bezeichnet, stellen sie doch tatsächlich Erkenntnisstufen dar, mit denen der Freimaurer zunehmend mit dem Sinngehalt der Symbole und des Brauchtums vertraut gemacht wird. Br. Stukenberg betont, dass diese Unterweisung selbst jede Stufe geheim hält, weil sich erst aus dem nacheinander erfolgenden Aufdecken im Aufbau der Symbolik ihre eigentliche Bedeutung ergibt.

Br. Stukenberg: „Diese Geheimhaltung hat die Gegner zu tollen Phantasien verführt; Phantasien, die um so williger geglaubt werden, je mehr sie dem Sensationsbedürfnis der Masse entsprechen.“ Und weiterhin sei es zu verstehen, „dass man bei solcher Entstellung der Wahrheit den am meisten mit furchtbarsten Geheimnissen belastet glaubt, der die höchsten Erkenntnisstufen oder Grade erreicht hat.“

Br. Stukenberg wörtlich: „Aber, wirst Du fragen, warum denn überhaupt diese Erkenntnisstufen? Nun, man kann nicht die Oden des Horaz lesen, ohne erst von Sexta bis Sekunda die lateinische Sprache gelernt zu haben.“

Der Inhalt der drei ersten Erkenntnisstufen beschäftigt sich vorwiegend mit der hohen Kunst der sittlichen Lebensführung. Dabei verzichtet keine Lehrmeinung auf den religiösen Urgrund des freimaurerischen Gedankens.

Zu höheren Erkenntnisstufen bezogen auf den religiösen Urgrund macht Br. Stukenberg klar: „Diesen immer deutlicher zu erkennen und der ewigen Bindung des Gewissens an Gott auf dem Wege zu wahrer Menschenwürde bis zur Erringung der angestrebten Harmonie mit ihm ganz und gar inne zu werden, ist die Arbeit der Erkenntnisstufen, die über den Meistergrad hinausführen. Nicht jeder Freimaurer macht von ihnen Gebrauch. Mancher bleibt im Meistergrade und fühlt sich in ihm wohl und geborgen. – Es ist also nichts mit jenen Verleumdungen der Hochgradmaurer. Aber was weiß die Welt von der Sehnsucht nach der Stille in Gott? Diese jedoch ist es, die den sogen. Hochgraden ihre Weihe gibt. Sie sind ohne Ausnahme auf christlicher Grundlage aufgebaut.“

Geschichte der Freimaurer in Oldenburg

Die Logengeschichte im Spiegel der Zeitgeschichte

In Oldenburg treten die Freimaurer erstmals 1752 an die Öffentlichkeit. In der Loge „Zum Goldenen Hirsch” selbst wird seit 1776 gearbeitet. Damit ist die Loge eine der ältesten kulturellen Vereinigungen der Stadt. Auch wenn sie sich traditionsgemäß stets im Hintergrund gehalten hat, so haben seitdem doch viele ihrer Mitglieder an der Gestaltung des öffentlichen Lebens in der Stadt entscheidend mitgewirkt. Dies geht unter anderem daraus hervor, dass die Stadt Oldenburg mehr als 21 Straßen nach Oldenburger Freimaurern als Anerkennung für deren besondere Verdienste um das Gemeinwohl benannt hat. Auch heute sind Männer aus allen Gesellschaftsschichten und jeden Alters in der Loge „Zum goldenen Hirsch” vereinigt. Wir Mitglieder der Freimaurerloge „Zum Goldenen Hirsch”, die wir uns untereinander Brüder nennen, gehören zur Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland, dem christlich ausgerichteten Freimaurerorden, der seinen Sitz in Berlin hat und im Jahre 1770 unter dem besonderen Protektorat Friedrichs des Großen gegründet wurde.

1748 – 1776

Seit 1667 ist Oldenburg

unter dänischer Herrschaft. 1748 erhält Adam Lewin von Witzleben (der Jüngere) von der Großen National-Mutterloge „Zu den Drei Weltkugeln“ die Genehmigung zur Gründung einer Loge in Oldenburg. Sie wird am 6.12.1752 gegründet und trägt den Namen „Abel“. Mitglied ist auch der damalige Stadtsyndikus Anton Wilhelm von Halem.

1752 arbeitet die Loge im Hause Lange Straße 89, Haus tom Dieck, später Mehrens.lange89_a

1762 hat die Loge „Abel“ 51 Mitglieder, aus diesem Jahr stammt auch ihre letzte überlieferte Nachricht . Arbeitsstätte ist zu dieser Zeit Haus Graeper in der Langen Straße.

1773 geht die dänische Herrschaft über Oldenburg zu Ende, Friedrich August wird Herzog von Oldenburg.  Am 27. März 1776 wird die Loge „Zum Goldenen Hirsch“ mit Patent der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland, Berlin gegründet.

1777 – 1785

Nach der Gründung

arbeitet die Loge in der Langen Straße 44 im Hause des Weinhändlers Breithaupt.markt2_a

Logenmeister ist von 1776 bis 1783 der Landjägermeister Detlef Rudolph Hinrich von Linstow.

1777 ist die Arbeitsstätte der Loge im Hause Dehlbrügge, Markt 2.

1785 wird Peter Friedrich Ludwig Herzog von Oldenburg.

1797 – 1849

1797 arbeitet die Loge

im Hause Hesse, Lange Straße 37. 1801 löst sich die Loge „Zum Goldenen Hirsch“ von der Großen Landesloge und arbeitet jetzt nach Schröderschem Ritual unter der Großen Loge von Hamburg. 1805 ist die Loge in der Kleinen Kirchenstraße 8 im Haus de Cousser beheimatet.

1810 – 1813 ist das Herzogtum Oldenburg französisch. Es arbeiten französische Offiziere in der Loge, weswegen die Logenarbeiten auch auf Französisch erfolgen. Die Loge hat zu dieser Zeit 74 Mitglieder.

1815 bis 1818 hat die Loge ihr Domizil nacheinander in den Häusern Markt 5, Achternstraße 19 (Haus Hegeler) und wiederum Kleine Kirchenstraße 8. 1829 wird Paul Friedrich August Großherzog von Oldenburg. VoklKirchenstrasse8an 1839 bis 1842 ruht die Arbeit in der Loge. 1842 wird der Oberkammerherr Carl Jacob Alexander von Rennenkampf Meister der Loge, er nimmt dieses Amt bis 1849 wahr. Mitglied der Loge ist auch Theodor Merzdorf, der ab 1842 in Oldenburg ansässig ist. Er nimmt u.a. das Amt des Leiters der Bibliothek in Oldenburg in dieser Zeit wahr.

Deutsche Revolution von 1848/49, auch Märzrevolution – Revolutionäres Geschehen in der Zeit von März 1848 bis in den Sommer 1849 im Deutschen Bund.

1852 – 1910

1852 kann das 100-jährige Bestehen

der Loge gefeiert werden, Merzdorf schreibt die „Geschichte der Freimaurerlogen im Herzogthume Oldenburg“. Inzwischen hat die Loge in den Häusern Haarenstraße 15 (Haus Droste, 1842) und Kasinoplatz 3 (Zivilkasino) gearbeitet.

1853 Nikolaus Friedrich Peter wird Großherzog von Oldenburg.

1870-1871 Krieg zwischen Deutschland und Frankreich.

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Zivilkasino

Die Loge arbeitet in dieser Zeit im Hause Poststraße 5 und im Zivilkasino. In 1882 hat die Loge 103 Mitglieder.

Im Jahre 1894 wird ein erstes eigenes Logenhaus (Huntestr. 15) erworben. Es gab Planungen, dieses Haus nach freimaurerischen Belangen umfangreich umzubauen. Das Projekt wird jedoch aus Kostengründen nicht verwirklicht, es kommt zu geringfügigen Umbauten, um eine funktionale Aufteilung und eine Vergrößerung einzelner Räume zu erreichen. Im Jahr 1903 wird das Gebäude wieder veräußert. Im Jahre 1910 wird schließlich das Haus Theaterwall 36 als eigenes Logenhaus erworben.

1914 – 1945

1914 – 1918 Erster Weltkrieg

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Logenhaus Theaterwall

1917 wird in der Loge der Beschluss gefasst, zur Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland zurückzukehren. 1927 hat die Loge 165 Mitglieder. Es erscheint die Festschrift „Schwarze und weiße Dreiecke“ (Br. Popp) zur 175-Jahr-Feier.

1935 Auflösung der Loge unter dem Druck der widrigen politischen Verhältnisse. Für die Freimaurer in Deutschland beginnt die „Dunkle Zeit“. Sie dauert bis 1947.

1939 -1945 Zweiter Weltkrieg

In der dunklen Zeit benutzten Freimaurerbrüder das vergissmn2gVergissmeinnicht bis 1945 als geheimes Zeichen der Zugehörigkeit zur Bruderschaft.

1948 – heute

Nach der dunklen Zeit geht es weiter!

1948 Wiederherstellung der Rechtsfähigkeit der Loge, 1952 Rückkauf des Logenhauses Theaterwall, im selben Jahre die 200-Jahr-Feier mit Festschrift von Br. Stukenberg.

1970 Verkauf des Hauses Theaterwall 34. 1971 Bau und Bezug des neuen Logenhauses Scheideweg 124. 1977 Kl. Festschrift zur 225-Jahr-Feier von Br. Steinhoff, Aufführung der Oper „Die Zauberflöte“ von Br.W.A. Mozart im Oldenburgischen Staatstheater.

1990 Vereinigung der beiden deutschen Staaten. In Oldenburg läuft Ausstellung_Loge1990die Ausstellung „Freimaurer in Oldenburg“ im Stadtmuseum Oldenburg.
Bemerkenswert am Rande ist, dass die Universität Oldenburg 1991 nach langen politischen Auseinandersetzungen in die Lage versetzt wird, sich nach Carl von Ossietzky zu benennen, der Freimaurer war.

2002 wird die 250-Jahr-Feier der Loge „Zum Goldenen Hirsch“ begangen. Es erscheint das Buch „250 Jahre Freimaurer in Oldenburg 1752 – 2002″, Abbildung unten auf dieser Seite. Ein illustrer Kreis von Brüdern hat an der Schrift mitgearbeitet. 250jahreZu dem

            Thema wird 2003 eine Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg gezeigt.

Im Jahr 2015 hat die Loge 86 Mitglieder.

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